Mit Unterstützung zum Ziel: Wie Jugendliche mit Förderbedarf ihren Weg ins Berufsleben finden
Der Geruch von Öl liegt in der Luft, Werkzeug klappert, neugierige Blicke richten sich auf einen geöffneten Motor. Maurice Bendrin steht in der Ausbildungswerkstatt der ABA und schraubt routiniert an einem Auto. Er ist im zweiten Lehrjahr der Ausbildung zum Fachpraktiker für Kfz-Mechatronik in der ABA Ausbildungs- und Berufsförderungsstätte Albstadt e. V., die in Kooperation mit dem Autohaus Link + Korn in Albstadt stattfindet – genau da, wo er immer hinwollte. „Ich bin sehr zufrieden. Mein Traumberuf war es schon immer, es schon immer, etwas mit Autos zu machen“, sagt er, ohne den Blick von seiner Arbeit zu lösen.

Beim Rundgang durch die ABA am Tag der Ausbildung zeigt sich: Maurice ist kein Einzelfall. Viele der Jugendlichen hier haben ihren Weg trotz Förderbedarf mit Unterstützung gefunden – und wachsen nun über sich hinaus. Zwischen Lehrwerkstatt und Schulungsräumen, in denen Auszubildende sowie Ausbilder der ABA weitere Ausbildungsberufe wie Verkauf, Hauswirtschaft, Küche, Lager und Metall vorstellen, sind zahlreiche Schülergruppen unterwegs. Sie hören aufmerksam zu, fragen nach und probieren selbst aus. Gekommen sind unter anderem Schüler der Walther-Groz-Schule Albstadt, der Zollernschule Balingen, der Astrid-Lindgren-Schule Bisingen, der Wilhelm-Hauff-Schule Albstadt sowie Teilnehmende der Stiftung Lebenshilfe Zollernalb aus Bisingen.
Im Raum mit der Aufschrift „Station 2 - Lager“ geben Yves Muschkat und Fabian Breter Einblicke in ihren Alltag zwischen Regalen und Paletten. Sie absolvieren ihre Ausbildung zu Fachlageristen bei Holzland Reichert und Toom. Beide wirken sicher in dem, was sie erzählen – doch der Weg dahin war nicht immer einfach. „Die Jugendlichen kommen zu uns mit körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen und benötigen eine besondere Form der Ausbildung“, erklärt Sabine Holstein, die Pädago
Beim Café Pari in der ABA Ausbildungs- und Berufsförderungsstätte Albstadt e.V. stellten Maria Krauser und Regina Thomas die Arbeit der Rheuma-Liga Albstadt vor. Sie betonten die Bedeutung von Bewegung, Gemeinschaft und Unterstützung für Betroffene. Die Vertreter der Mitgliedsverbände des Paritätischen Kreisverbandes Zollernalb zeigten großes Interesse, besonders an beruflichen Herausforderungen für Rheuma-Patienten. Auch der Einfluss der Ernährung wurde thematisiert. Die Veranstaltungsreihe wurde 2021 ins Leben gerufen, um die Mitgliedsverbände des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes enger miteinander zu vernetzen. Die nächste Veranstaltung findet am 24. Oktober 2025 statt – voraussichtlich in Kombination mit einer Mitgliederversammlung und einem Café Pari. „Diese Treffen sind wertvoll, um Wissen zu teilen und Synergien zu nutzen“, so Armin Bachmeyer.


