Ein Rundgang durch die Lehrküche, Gespräche mit Jugendlichen und Ausbildern, ein offener Austausch über Ausbildung und berufliche Integration: Markus Nill, der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen, und Vanessa Appeltauer, die Geschäftsführerin Operativ, haben die ABA besucht. Eingeladen hatte die ABA.
Geschäftsführer Armin Bachmeyer und die pädagogische Leitung Sabine Holstein stellten den Gästen die verschiedenen Angebote der Bildungseinrichtung vor. „Die ABA begleitet Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf – von der Vorbereitung auf eine Ausbildung über die Ausbildungszeit bis hin zur beruflichen Integration“, erläuterte Armin Bachmeyer. Währenddessen standen die Gäste vor einer Schautafel im Flur des Verwaltungsgebäudes, die die neun Außenstellen der ABA und die dort angebotenen zahlreichen Maßnahmen zeigt. „Hinzu kommen Schulsozialarbeiter sowie AVdual Begleiter der ABA an beruflichen Schulen, Maßnahmen für den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr und überbetriebliche Lehrgänge als Unterstützung für Betriebe“, fügte Armin Bachmeyer hinzu.
Markus Nill und Vanessa Appeltauer warfen einen Blick in die Lehrküche der ABA und schnupperten in den Berufsschulunterricht. Die ABA bildet Metallfeinbearbeiter, Fachpraktiker für Kfz-Mechatronik, Fachpraktiker Küche, Fachpraktiker Hauswirtschaft, Verkäufer, Fachlageristen und Kaufleute für Büromanagement aus. „In diesem Jahr ist das Interesse an der Ausbildung zum Verkäufer besonders groß“, berichtet Sabine Holstein. Jugendliche mit Reha-Status können diese Ausbildung bei der ABA innerhalb von drei Jahren absolvieren. Die Ausbildungsdauer ist dabei auf die besonderen Voraussetzungen der Teilnehmenden mit Reha-Status abgestimmt. Markus Nill lobte die Reha-Ausbildung der ABA und die engagierte Arbeit mit Jugendlichen mit Förderbedarf.
Ein Thema, das beim Besuch ebenfalls zur Sprache kam, war die Zusammenarbeit mit den Betrieben. Denn für viele Jugendliche ist der erste Schritt in ein Unternehmen gar nicht so einfach. Sabine Holstein berichtete, dass die ABA dabei gute Erfahrungen mit persönlicher Kontaktaufnahme mache. Bleibe eine schriftliche Bewerbung per E-Mail ohne Antwort, gingen Jugendliche häufig selbst in den Betrieb – mit ihrem Lebenslauf in der Hand. Gleichzeitig beobachtet die ABA, dass sich die Herausforderungen für die Betriebe verändert haben. „Die Verhaltensauffälligkeiten bei den Jugendlichen sind mehr geworden“, schilderte Sabrina Hampel, eine Abteilungsleiterin der ABA. Das stelle die Ausbildungsbetriebe vor neue Aufgaben. Manche Unternehmen reagierten darauf bereits sehr konkret: „Sie fragten bei der ABA gezielt nach ASA flex – der Assistierten Ausbildung flexibel“, fügt Irina Knoll, eine Abteilungsleiterin der ABA hinzu. Dabei werden Auszubildende während ihrer Ausbildung im Betrieb durch maßgeschneiderten Stütz- und Förderunterricht begleitet, sodass Schwierigkeiten möglichst früh aufgefangen werden können.
Es war ein gelungener Austausch zwischen Vertretern der Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen und der ABA und ein gemeinsames Ziel: jungen Menschen Perspektiven für ihre berufliche Zukunft zu geben.

Foto (K.Niemietz): von links Sabine Holstein, Armin Bachmeyer, Angela Henning, Sabrina Hampel, Markus Nill, Vanessa Appeltauer, Irina Knoll

